Du arbeitest an allem ein bisschen.
Vokabeln, Podcasts, Serien im Original. Nichts davon sagt dir, wo du ansetzen sollst — und der Satz, den du seit Jahren falsch baust, bleibt falsch.
Du redest zwei Minuten. Du siehst, welche Fehler sich wiederholen. Du übst gezielt dagegen an — bis sie weg sind und wegbleiben. Die App entsteht gerade; bis dahin schicke ich dir regelmäßig einen Fehler zum Üben.
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Podcast gehört, App gemacht, Serien im Original. Und im nächsten Meeting fühlt es sich an wie vorher.
Der Gegner ist, dass nichts mitläuft. Kein Meeting, kein Sprachkurs, keine App hält fest, was du letzten Monat falsch gemacht hast und ob es diesen Monat noch da ist. Ohne diesen Verlauf kannst du nicht nachsteuern. Das schlägt auf drei Ebenen durch.
Vokabeln, Podcasts, Serien im Original. Nichts davon sagt dir, wo du ansetzen sollst — und der Satz, den du seit Jahren falsch baust, bleibt falsch.
Vor jedem Call gehst du die Sätze im Kopf durch. Danach weißt du immer noch nicht, ob sie richtig waren. Dieses Misstrauen kostet dich mehr Tempo als jede Vokabellücke.
Du steckst Zeit rein, seit der Schule. Dass dir nach all den Jahren immer noch niemand sagen kann, wo genau du stehst und was als Nächstes dran ist — das ist schlicht falsch.

„Ich hab jahrelang an meinem Englisch gearbeitet und nie gewusst, ob ich vorankomme. Irgendwann hab ich aufgehört zu raten und angefangen zu messen.“
6 Monate lang jede Session mitgeschnitten und ausgewertet. Am Ende waren es immer dieselben 12 Fehler — und keinen davon hatte ich selbst gehört.
Michael — misst seit Jahren sein eigenes Englisch, statt zu raten. Kein Pauken. Kein Deutsch als Krücke.
Drei Schritte, immer dieselben. Der dritte ist der, der normalerweise fehlt.
Über dein Thema — dein Projekt, dein Wochenende, der Kunde, der nicht zuhört. Nicht über „ordering coffee“.
Kein „gut gemacht“. Dein Satz, und daneben, wie er richtig heißt — Fall für Fall, bis du das Muster selbst siehst.
Du gehst mit einem Muster in die nächste Runde und baust es aktiv ein. Danach siehst du, ob es seltener wird — und irgendwann, dass es ausbleibt.
Deutsche machen im Englischen andere Fehler als Franzosen oder Spanier — weil eine andere Muttersprache durchschlägt. Danach wird hier gesucht.
Sie wiederholen sich, weil sie einer Logik folgen — deiner deutschen. Wer nicht gezielt danach sucht, hält sie für Ausrutscher. Du selbst auch.
Ein Muster taucht mehrere Runden lang nicht mehr auf — dann ist es weg, und du weißt es, statt es zu hoffen. Kommt es zurück, siehst du auch das.
Worüber du redest, kommt aus dem, was du vorher erzählt hast. Wer über seine Arbeit spricht, übt das Vokabular, das er montags wirklich braucht.
Dein Akzent ist nicht dein Problem — verstanden wirst du. Es geht um das, was du sagst, nicht darum, wie britisch es klingt.
Ehrlich an dieser Stelle: Die App gibt es noch nicht zum Herunterladen. Sie entsteht gerade, und ich baue sie entlang genau dieser Punkte. Wer jetzt auf der Liste steht, sieht sie als Erstes — und redet mit, solange sich noch etwas ändern lässt.
Unkorrigierte Fehler verfestigen sich. Sprachforscher nennen das Fossilisierung — je länger ein Muster mitläuft, desto tiefer sitzt es. Irgendwann ist es kein Fehler mehr, den du ablegen könntest. Dann ist es einfach dein Englisch.
Du sitzt im Call und redest einfach. Ohne die paar Fehler, die dich kleiner klingen lassen, als du bist. Und ohne die Frage im Hinterkopf, ob der Satz gerade richtig war.
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